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Ausübung der Heilkunde

Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

Physiotherapeut/in mit der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde begrenzt auf das Gebiet der Physiotherapie in Deutschland.

Seit 1939 gibt es in Deutschland das Heilpraktikergesetz in seiner jeweils gültigen Fassung. Darin ist geregelt, dass Heilpraktiker die staatliche Erlaubnis haben, die Heilkunde ohne ärztliche Approbation auszuüben. Der Heilpraktiker übt seinen Beruf eigenverantwortlich aus und zählt im Sinne von § 18 Einkommenssteuergesetz zu den freien Berufen. Die Berufsbezeichnung ist in Deutschland geschützt.

Die Berufsbezeichnung "Heilpraktiker" soll ausdrücken, dass das Berufsbild die Ausübung der allgemeinen Heilkunde umfasst. Im Gegensatz zum Arzt und Physiotherapeuten sowie Physio-HP ist die Ausbildung zum Heilpraktiker nicht vorgeschrieben.

Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Physiotherapeut/in nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MphG) erlaubt keine Krankenbehandlung ohne ärztliche Verordnung und somit auch nicht zur Ausübung der Heilkunde.

Seit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.08.2009 kann von Physiotherapeuten/innen die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen - Diagnostik) im Rahmen der Physiotherapie beantragen und nach einer bestandenen Prüfung ausüben.

Der Physio-HP muss für seine Krankenbehandlung eine Diagnose erstellen.

Diese Diagnose stellt der Physio-HP nach schulmedizinischen Grundlagen und Richtlinien. Die Behandlungsmassnahmen werden dann mit dem Patienten abgesprochen und erläutert.

Die Rechnungsstellung erfolgt in Höhe der ortsüblichen Preise, die jeder Patient vorab erfragen sollte.

Privatversicherer und Beihilfe (können) erstatten Patienten die Rechnungen je nach Versicherungsstatus voll oder anteilmässig.